Weltraum zum Anfassen in der Grundschule Taldorf

Ein sensationeller Mitmach-Vortrag von Uli Knirsch, Mitarbeiter der Firma Airbus, verwandelte das Klassenzimmer der Klasse 3b in der Grundschule Oberzell, Außenstelle Taldorf, innerhalb von zwei Stunden, in einen Weltraum.

Airbus schickt jedes Jahr, in der so genannten Space week, Mitarbeiter in die Schulen, um über Satelliten und Weltraum zu sprechen. Sandrine Amann, Mama eines Schülers der Klasse 3b, brachte uns auf die Idee, daran teilhaben zu dürfen. Sie gewann Herrn Knirsch für uns. Uli Knirsch ließ sich nicht zweimal bitten und kam vollbepackt mit Weltraumaccessoirs ins Klassenzimmer. Die Klasse 3b aus der Grundschule Taldorf / Oberzell durfte zwei Stunden lang mit Uli Knirsch den Weltraum entdecken und tausend Fragen stellen.

Uli Knirsch ließ die Kinder auf spielerische Weise Themen, die von Erwachsenen normalerweise schwer zu erklären sind, leicht erschließen. Sei es die Frage danach, was ein Satellit ist und wie er aussieht, aus welchem Material er besteht? Wie schützt er sich vor der Sonneneinstrahlung? Wie ist die Luftbeschaffenheit, dort wo der Satellit seine Bahnen zieht. Wie kommt der Satellit in die Umlaufbahn der Erde? Wer hatte die Idee von Raketen? Was ist Erdanziehungskraft?

Auf all diesen Fragen ist Herr Knirsch mit Leichtigkeit, Begeisterung und spielerischer Aktivität eingegangen, sodass dieser Vortrag für die Kinder nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist und sie heute noch davon schwärmen, wenn sie ihren Satelliten anschauen, der nun von der Klassenzimmerdecke schwebt.

Wo geht eigentlich die Sonne auf? Wie entsteht Tag und Nacht?

Herr Knirsch nimmt dazu den Globus und eine Taschenlampe um das zu demonstrieren. Alle Kinder sitzen gespannt um unsere Erde herum und zwei Schüler demonstrieren mit der Taschenlampe, warum die Sonne im Osten aufgeht und wieso wir Tag und Nacht haben. Mitmachen ist angesagt!

Warum fallen wir eigentlich nicht in den Weltraum?

Herr Knirsch ließ einen Schüler eine Aufgabe lösen: „Versuche, hochzuhüpfen an meine Hand, und kleben zu bleiben.“ War das ein Spaß, es hat natürlich nicht funktioniert. So erklärt man die Erdanziehungskraft…

Wie weit weg sind Satelliten eigentlich weg?

Herr Knirsch, ließ die Kinder in einen Kreis um einen Globus sitzen. „Ihr sitzt jetzt um die Erde, wie die Nachrichtensatelliten, die in 36000 km Höhe (das sind ca. 3 Erddurchmesser) über der Erde stehen.“ Die Kinder kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir sind jetzt wie die Satelliten.

Wie kommen die Satelliten da hin?

Airbus stellt Satelliten her und diese werden mit Ariane, der Rakete nach oben in den Weltraum geflogen. So durfte sich eine Schülerin auf einen Stuhl setzen und Rakete spielen. Gemeinsam flog sie hoch in die Luft und entfaltete ihre Solarzellenflügel.

Ein Satellit hat Solarzellen, daher nehmen sie die Energie, lernten die Kinder. Sie drehen sich immer zur Sonne hin. Um das zu verstehen, demonstriert er das mit Hilfe einer Taschenlampe und einem Kind, das den Satelliten spielen durfte.

Woraus besteht ein Satellit?

Der Satellit ist stabil, leicht und besteht aus Aluminium und Carbonfaser mit Wabentechnik. Dazu hat Hr. Knirsch das Material mitgebracht. Weltraum in Taldorf zum Anfassen. Die Faszination der Kinder kannte keine Grenzen. Auch brauchen Satelliten zum Schutz, eine Art „Raumanzug“, ein Stück davon durften die Kinder ebenfalls anschauen und anfassen.

Wie sieht ein Satellit in Wirklichkeit aus?

Herr Knirsch hatte einige Anschauungsobjekte dabei, jedes Kind durfte sie anschauen und einen Satelliten sogar anfassen. Als Überraschung hängt nun dieser kleine Satellit im Klassenzimmer der Klasse 3b in Taldorf an der Decke.

Zu guter Letzt zeigte er uns noch ein Foto eines kleinen Kindes, das als Mann, Konstantin Ziolkowski, später eine bahnbrechende Erfindung für den Weltraum hatte, er erfand die Rakete. „Interessant ist, dass er im Hauptberuf Mathematiklehrer war. Gewissermaßen war er aber der erste Raumfahrtingenieur, nur dass es diesen Ausdruck damals noch gar nicht gab.“, erzählte Uli Knirsch den kleinen Weltraumforschern.

Vielleicht entdeckt nun das eine oder andere Kind seinen Forschergeist und wird uns in der Zukunft mit der einen oder anderen Idee überraschen – wer weiß das schon?

Herzlich Willkommen

in der Grundschule Oberzell und in unserer Außenstelle Taldorf.

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